Neue Schnupperstunden

Auf vielfachen Wunsch bieten wir wieder Schnupperstunden für interessierte Kinder an. Wenn Sie Freunde oder Bekannte mit Kindern haben, die sich fürs Schwimmen interessieren, können Sie Ihnen diese besondere Möglichkeit mitteilen. Voraussetzung bleibt, dass die Kinder sich über Wasser halten können.

Ort: Hallenbad Brigittenau Zur Anmeldung Schnuppern

Kinderschwimmkurse

Spaß haben und Neues lernen - dafür sind unsere Schwimmkurse für Alle, die mehr wollen, als sich nur über Wasser halten. In homogenen Grupen mit engagierten und erfahrenen TrainerInnen gewinnen die Kinder Sicherheit im Wasser und erlernen im Laufe der Zeit alle vier Schwimlagen.

Wir bieten Kinderschwimmen Basiskurs und Aufbaukurs für alle, die sich schon ohne Hilfsmittel über Wasser halten können. Hoher Lernerfolg durch kleine Gruppen, individuelle Betreuung und intensive Stunden ohne Ablenkung - kein Publikumsverkehr während der Schwimmkurse. Start der nächsten Einheiten --> siehe Anmeldung Kurse. 

 

Nach dem Erlernen der richtigen Schwimmtechnik und Erreichen der erforderlichen Voraussetzungen hat Ihr Kind die Möglichkeit, in den Schwimmverein aufzusteigen. In den auf die Kinder abgestimmten Leistungsgruppen bekommen die jungen Talente die Gelegenheit, alle Schwimmstile zu verfeinern und an den spannenden Wettkämpfen teilzunehmen. 

 

Wettkampfgruppen

Junge Athleten behutsam an den Leistungssport Schwimmen heranzuführen, von dem die Kinder ihr ganzes Leben profitieren, weil Eigenschaften wie Ausdauer, Durchhaltevermögen, Disziplin, Konzentration oder auch die Erfahrung des Zusammenhangs zwischen Training und Leistungserbringung für das Meistern des Lebens wertvoll sind. 


Faszination für Kinder: Leistungssport Schwimmen

Wie kommen Kinder zum Leistungssport Schwimmen?

 

Aus verschiedenen Motiven melden Eltern ihre Kinder in einem Schwimmverein an.. Zunächst sollen die Kinder natürlich schwimmen lernen um sich im Urlaub, in Freibädern und Seen nicht mehr sorgen zu müssen.. Manche Eltern, die selbst professionelle Schwimmer waren, wünschen sich, dass ihre Kinder auch diesen Sport ergreifen. Andere erhoffen sich die Betreuung ihrer schwimmbegeisterten Kinder. Begabte fallen sehr schnell auf und werden in passende Gruppen eingeteilt.

 

Um dann jedoch den Weg zum Leistungssport einzuschlagen, sollten einige Faktoren erfüllt sein.

  1. Das Kind sollte Bereitschaft für häufigeres Training zeigen.
  2. Die Eltern sollten bereit sein, ihr Kind zu unterstützen, in dem sie es einerseits zum Training bringen und abholen, andererseits in schwierigen Zeiten motivieren. Bei jedem Kind kommt nämlich unweigerlich eine Phase der Lustlosigeit, in der Freunde und Spielen wichtiger scheinen als das leidliche Training. Diese zu überwinden, ist Aufgabe der Eltern . Konsequenz und Überzeugungskraft, nicht Zwang, sind hier zielführend. Später, bei ersten größeren Erfolgen, werden sie diese Hürde meist von selbst überwinden, weil sie sich selbst gesetzte Ziele verfolgen.
  3. Ein Kind das "Leistungssport" Schwimmen machen möchte, braucht ein erhebliches Maß an Kampfgeist und Ehrgeiz, da Schwimmen eine sehr trainingsintensive Sportart ist, bei der längeres Aussetzen einen großen Rückschritt bedeuten kann. Nach längerer Krankheit zählen vor allem es Durchhaltevermögen und ein fester Wille um wieder Anschluss an die anderen zu erreichen.

 

Was ist das Schöne und Faszinierende am Schwimmen?

 

Da ist zunächst einmal das schöne Gefühl der Schwerelosigkeit im Wasser. Auch korpulentere Kinder können in dieser Sportart durchaus sehr erfolgreich sein, was deren Selbstwertgefühl enorm steigert. Schwimmen ist, ausgenommen von Staffeln und Mannschaftswettkämpfen (nur 1 x jährlich), ein Einzelsport und jeder ist für seinen Erfolg oder Misserfolg alleine verantwortlich (anders als bei Mannschaftsportarten wie z.B. Handball, Fußball u.s.w.) Das Gefühl, nach einem Wettkampf sagen zu können, das habe ich geschafft durch meinen Fleiß und mein konsequentes Training, ist unbeschreiblich. Schwimmer werden nach dem Training meist von Glücksgefühlen überwältigt, die sie immer wieder erleben wollen. Nur deshalb ist es möglich, dass Kinder und Jugendliche alles, was im nächsten Absatz steht, meist gern und freiwillig mitmachen.

 

Wie oft muss man als Leistungsschwimmer trainieren?

 

Die 6-8 jährigen trainieren 2-3 mal wöchentlich 60 Minuten. Bei den 8-11 jährigen kommt zu dem 3 mal wöchentlich 75 Minuten Wassertraining und ein 90 Minuten Trockentraining dazu.

 

In den zweiten bzw. ersten Leistungsgruppen eines Vereins steigert sich dann das Wasser­training, je nach Verfügbarkeit des Bades, auf 4-8 mal pro Woche je 90-120 Minuten, zusätzlich gibt es 1-2 mal wöchentliches Kraft- bzw. Konditionstraining. Viele Vereine trainieren täglich, am Wochenende sogar 2 mal am Tag. Zu den normalen Trainingseinheiten kommen noch diverse Trainingslager an Weihnachten, Ostern, Pfingsten und in den Sommerferien hinzu, die zwischen 5 und 24 Tage dauern. Diese finden teilweise in anderen Städten oder Ländern statt und stellen für Kinder, trotz der Anstrengungen durch das 2 mal tägliche Training, eine willkommene Abwechslung dar. Dort können sie sich nämlich endlich einmal länger mit ihren Schwimmerfreunden, auch außerhalb des Wassers, beschäftigen. Zwangsläufig suchen Schwimmer ihre Freunde meist unter Gleichgesinnten, denn für andere bleibt einfach zu wenig Zeit. Außerdem stoßen sie dort meist nicht auf das notwendige Verständis für ihren Einsatz.

 

Es ist also durchaus verständlich, dass Eltern nicht bereit sind, alles für ihre Kinder zu tun, aber wenn sie sich dazu entschlossen haben, müssen sie ihre Kinder auf ihrem eingeschlagenen Weg auch voll und ganz unterstützen. Nun taucht sicher bei manchen die Frage auf, wie Kinder dies alles, ohne die Schule zu vernachlässigen, bewältigen sollen.

 

Beim Schwimmsport sind und bleiben ausschließlich Kinder, die die Fähigkeit besitzen Training und schulische Aufgaben zu koordinieren. Sie müssen jede kleine Lücke, sei es die Fahrt zum Training oder die Pausen bei Wettkämpfen, nutzen, um zu lernen. Dies verlangt sehr viel Disziplin und deshalb stellt sich sowohl bei den Schwimmern selbst (vor allem wenn sie in einem schwimmerischen Tief sind) als auch bei den Eltern, die Frage nach dem "WARUM".

 

Dazu wäre letztendlich zu sagen, dass Kinder so für das ganze Leben profitieren, was andere sich später mühevoll aneignen müssen. Zunächst wäre da das schon erwähnte Organisieren zu nennen, was im Berufleben von großer Bedeutung ist. Dazu kommt Durchhaltevermögen in einer schwierigen oder aussichtslos erscheinenden Situation. Für die Prüfungssituation in Schule und Beruf ist der Schwimmer durch ständige Wettkämpfe bestens gerüstet, lernt sehr schnell, wie er mit "Druck" umgehen muss und kann dies auf Prüfungen und Tests übertragen.

 

Konzentration und Merkfähigkeit wird beim Schwimmen von ganz klein auf gefördert. Ebenso findet eine mathematische Förderung durch das Ablesen der Uhr und das Errechnen von Zeiten statt. Nicht zu vergessen wäre da noch ein ganz wichtiger Aspekt für die Eltern von pubertierenden Jugendlichen. Die Zeit der Pubertät ist meist geprägt von Kämpfen zwischen Eltern und Jugendlichen über Themen wie Discobesuch, wenn ja wie lange und wie oft, und das generelle "Weggehen". Diese Fragen stellen sich bei Leistungsschwimmern sehr selten.

 

Nach einem Disco oder Partybesuch werden die wenigsten am nächsten Tag um 6 Uhr aufstehen, um ins Training zu gehen. Man tröstet sich damit, dass die anderen Schwimmer ja auch nicht können.

 

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass die Zeit des Schwimmens für die meisten eine Zeit ist, an die sie gerne zurückdenken. Deshalb geben so viele ehemalige Schwimmer und Schwimmerinnen ihre Kinder ebenfalls in den Schwimmverein, um ihnen auch  einmal diese bleibenden schönen Erinnerungen zu ermöglichen

 

P.S. Auch meine beiden Kinder (21 und 23 Jahre) sind heute noch mit dem Schwimmsport verbunden als Trainerinnen und immer noch fleißige "Exkeuler".

 

Autorin: Elisabeth B., München

 


6 Tipps, die Schwimmer-Eltern beherzigen sollten

Die Amerikanerin Elizabeth Wickham ist eine richtige “Schwimmer-Mutter”: 14 Jahre lang hat sie als Freiwillige im Schwimmverein ihrer Kinder mitgeholfen, Geld gesammelt, die Vereinszeitschrift betreut und Wettkämpfe organisiert. Studiert hat sie Journalismus und beruflich engagiert war sie in der PR-, Marketing- und Werbebranche. Ihre Artikel sind in vielen US Zeitungen erschienen, darunter auch  in der Los Angeles Times. 

 

Sechs Lektionen, die Elizabeth Wickham in ihren vielen Jahren als “Schwimmer-Mutter” gelernt hat:

  1. Es ist leicht, die Leistung nur nach den Zeiten zu beurteilen.
    Aber es ist nicht gesund, sich nur auf die Zeiten zu konzentrieren. Wenn die Kinder noch sehr jung sind, dann erreichen sie fast bei jedem Wettkampf Verbesserungen. Wenn eine neue Bestzeit nicht der Vorgabe entspricht, die Eltern sich für ihr Kind vorstellen, dann fühlt sich die Verbesserung trotzdem wie ein Versagen an. Aus diesem Grund ist es besser, sich als Eltern nicht einzumischen und keine Ziele für die Kinder zu setzen. Es ihr Sport, nicht der Sport der Eltern.

  2. Jedes Kind entwickelt sich und lernt unterschiedlich.
    Jedes Kind ist anders und es macht keinen Sinn, sie untereinander zu vergleichen. Wenn Eltern dies tun, machen sie sich selbst unglücklich und auch ihr Kind. Ihr Kid ist vielleicht bei den 10-Jährigen der/die Beste, aber das heißt nicht, dass es immer so bleibt. Einige Kinder haben vielleicht etwas mehr Talent, andere eine bessere Trainingsmoral. Schwimmereltern sollten ihr Kind nicht mit anderen Schwimmern vergleichen.

  3. Wettkämpfe sind nicht alles.
    Es passiert schnell, dass Eltern sich in die Atmosphäre, die Emotionen und die Spannung eines Wettkampfes hineinsteigern. Ein Wettbewerb hat oft viele Höhen und Tiefen, aber letztendlich ist es auch nur einer von vielen. Und so sollten die Kinder einen Wettkampf für den Fall, das es mal nicht so gut läuft, als Erfahrung betrachten und nicht als Versagen. Eltern sollten auch Spaß bei den Veranstaltungen haben, sie genießen, sich aber zum Wohle ihres Kindes nicht zu sehr hineinsteigern. 

  4. Der Schwimmsport sollte immer Spaß machen.
    Wenn man etwas gerne macht, dann macht man es auch gut. Wenn die Kinder Spaß haben, dann zeigt sich dies in ihren Leistungen. Wenn es mal nicht so läuft und aus der Spaß zu sehr in Anstrengung umschlägt, zu viel Druck da ist, dann werden häufig keine Verbesserungen mehr erreicht. Sie als Eltern sollten alles tun, damit ihre Kinder Spaß am Sport haben und nicht zu viel Druck ausüben.

  5. Verhören Sie ihre Kinder nicht.
    Sie möchten immer genau wissen, was im Training passiert ist, was der Trainer gesagt hat, wie ein Rennen gelaufen ist, wie sich ihr Kind gefühlt hat. Aber: Oftmals ist Zuhören besser als zu viele Fragen zu stellen. Ihr Kind wird ihnen schon mitteilen, was er oder sie als wichtig erachtet oder wenn Sie ihren Rat brauchen.

  6. Sie finden nicht die richtigen Worte.
    Manchmal fühlt man sich als Erwachsener im Umgang mit den Kindern hilflos. Egal, was man sagt, nie ist es richtig, die Reaktion ist nur eine Augenrollen, das signalisiert, man solle besser den Mund halten. Und tatsächlich ist Reden manchmal Silber und Schweigen Gold. Oder einfach mal zu sagen: “Ich schaue dir gerne zu, wenn du schwimmst.”

 

Dies ist der englische Originalartikel:

6 THINGS I’VE LEARNED AS A SWIM PARENT


Wieviel Talent braucht mein Kind zum Schwimmen?

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man zum Schwimmen viel Talent braucht, insbesondere im Leistungssport. Es stimmt, dass Kinder mit Talent schneller Erfolge erzielen und die Gleichaltrigen locker überholen können. Langfristig aber besteht der Erfolg aus der Faustregel: 10% Talent und 90% Arbeit! D.h. ein hochtalentierter Schwimmer, der ein bis zwei Mal die Woche trainiert, hat keine Chance gegen ein vielleicht mittelmäßiges Talent, das regulär trainiert.

Als die Reporter Michael Phelps 2008 nach dem Gewinn seiner acht olympischen Goldmedaillen auf sein außergewöhnliches Talent ansprachen, entgegnete der Superstar, dass es vielmehr das Ergebnis eines unglaublich harten Trainingsprozesses sei. Und dann erfuhr man, was wirklich hinter dem großen Champion steckt. Nämlich als er verriet, in den drei Jahren vor Peking tatsächlich an jedem Tag des Jahres trainiert zu haben. --> Training oder Fleiss, was-ist-wichtiger?, --> Was braucht es, ein Champion zu werden? Motivation muss von innen kommen!


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